Jedes verdammte, verschwendete und nutzlose Jahr um die Weihnachtszeit wird es immer unerträglicher.
Es fühlt sich immer kälter an, auch wenn die Außentemperaturen wieder steigen, aber die Einsamkeit frisst mich immer wieder.
Vor zwei Jahren hatte ich mir wenigstens einbilden können, nicht allein zu sein, aber ich war es voriges Jahr und ich bin es dieses Jahr und werde es die nächsten Jahre sein.
Das wissen, dass alles gut, wenn schon nicht perfekt, sein könnte, macht wahnsinnig. Aber nein, irgendetwas stört ja. Und irgendetwas mache ich falsch, jeden Tag etwas.
Es ist nicht mehr so wie vor 4 Monaten. Alles hat sich um 180° gedreht, vom Licht ins Dunkel. Auch, wenn ich die Dunkelheit bevorzuge, gefällt es mir so nicht. Und ich kann nichts ändern.
Es bringt nichts, immer nachzugeben, immer zu schweigen, jeden Konflikt aus dem Weg zu gehen und Fragen ungefragt zu lassen, wenn man Antworten braucht um überhaupt einen Plan zu haben, was man tun könnte um sich selbst gut zu tun.
Aber nein. Keine Antworten. Themenwechsel, Schweigen, tausende offene Fragen, die immer im Raum umher schwirren aber nicht mehr gesehen werden.
Es fühlt sich wieder wie ein Spiel an. Weil ich wieder viel zu viel verzeihe, weil ich nachgebe, weil ich diejenige bin, die abhängig geworden ist. Und ich bin diejenige, mit der er spielen kann.
Er könnte mich ausnutzen, mich zu dummen Sachen überreden, er könnte mich zu allem benutzen - statt dessen spannt er mich schweigend auf die Folter.
Nicht, dass er nichts mehr sagen würde. Doch wenn es darauf ankommt, gibt er keine Antwort.
Vielleicht hat er keine. Vielleicht würde sie mich verletzen. Vielleicht will er es einfach nicht sagen,aus welchem Grund auch immer.
Nach den letzten 2 Monaten habe ich für so etwas keine Kraft mehr. Wir sehen uns kaum noch, wir streiten viel, wir sind immer schlecht gelaunt und wenn einmal ein bisschen gelacht wird, dann ist es schnell wieder vorbei.
Ich will doch nur Harmonie, ein bisschen Liebe und etwas ganz Besonderes zwischen uns. Und das sollte auch das Einzige sein, was zwischen uns steht!
Eigentlich wollte er heute Abend zu mir kommen. Aber das geht heute wieder nicht, weiß nicht einmal mehr, wann wir uns das letzte Mal gesehen haben. Ich hätte gerne wieder in seinen Armen gelegen, weil dann für ein paar Augenblicke wirklich alles gut ist und ich mir um nichts Sorgen mache.
Ich bin kraftlos. Und ich bin müde. Und ich kann einfach nicht mehr. Ich halte das nicht mehr aus.
Irgendetwas muss sich ändern, nur weiß ich nicht, in welche Richtung. Aber irgendwas muss anders werden - und wenn ich es bin.
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