Es ist wie ein Giftpfeil, der sich in das Herz reißt und gleichzeitig das Pflaster, was die Wunde wieder verschließt. Doch unter jedem Pflaster brennt die Wunde weiter.
Es ist wie die Erfüllung eines Traumes, die sich aber gar nicht so schön anfühlt - weil sie vom Falschen kommt.
Es ist wie ein Zwiespalt, man weiß nicht, ob man den Worten trauen kann und doch weiß man, dass Menschen damit nicht um sich werfen, als wären sie bedeutungslos.
Es sind diese drei Worte, die gut tun und gleichzeitig weh tun.
Es ist dieses "Ich liebe dich!", welches er immer so geschickt platziert, welches ich aber nie erwidern kann.
Zwar kenne ich ihn nicht gut genug, kenne nur seinen Ruf, aber das, was er schreibt lässt ihn anders aussehen. Manches ist so widersprüchlich, dass ein komplett anderes Bild entsteht.
Aber er ist nun einmal nicht der, dessen Mädchen ich sein will. Nicht der, den ich glücklich sehen will und dessen Gesicht ich jeden morgen neben mir sehen will.
Es ist nicht so, dass ich ihn stattdessen gerne verletze. Ich weiß schließlich sehr gut, wie das mit der unerwiderten Liebe und den Hoffnungen ist. Hoffnungen, die ich ihm nie machen wollte. Aber er meint, es sei zu spät. Er empfinde schon zu viel für mich. Er sagt, er liebe mich.
Egal, wie viel Wahrheit in den Worten steckt - wenn ich sie lese, ist das seltsam.
Es ist wie damals, am 26. April 2011, als jemand diese Worte zum ersten Mal an mich gerichtet hatte. Wenn auch nur schriftlich.
Und sie waren gelogen.
Ich war seitdem nicht in der Lage zu einem Jungen diese Worte zu sagen, auch wenn ich mir das Gefühl so oft eingebildet hatte.
Einmal wollte ich es. Ich wollte es unbedingt sagen, als einer neben mir aufwachte und ich konnte es nicht. Ich war wie gelähmt. Im Endeffekt war es gut so. Ich hätte die Worte ebenso missbraucht, weil ich ihn nicht geliebt habe. Verliebt war ich, ja. Aber zu mehr fehlte etwas.
Vor ein paar Wochen wollte ich es auch sagen, doch ich konnte es nicht. Obwohl ich mir sicher war/bin, dass es wieder dieses Gefühl ist.
Es sind drei Worte,die ich zu meiner besten Freundin oder zu meiner Schwester sagen kann, auch wenn ich es nicht oft tue, weil auch das komisch ist.
Aber es sind diese drei Worte, die ich noch nie zu einem Jungen sagen konnte, weil mir irgendetwas die Kehle zugeschnürt hat.
Ich würde die Worte gerne wieder hören. Aber nur von einem, egal, wie viele andere denken,so zu empfinden. Ich würde sie gerne hören und wissen, dass sie wahr sind. Nicht so wie damals - am 29. April 2011, als sie mir ins Ohr geflüstert wurden, sie sich aber nicht echt anhörten.
And all she want is to be loved.
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