Sonntag, 23. Dezember 2012

(Un)Glücksfee.

Nur, weil er betrunken war und nicht mehr wusste, was er redet.
Nur, weil er schwach wird, bei gut riechenden Frauen.
Ich meine, es war ja nichts und langsam müssen alle ja gemerkt haben, dass wir uns sehr nahe stehen und auf Partys die meiste Zeit miteinander verbringen, weil wir uns sonst kaum sehen.
Es war vielleicht etwas deplatziert, dass er meinem Vater sagte, er verschwinde jetzt mit mir zur Gefriertruhe (Insider)(War natürlich nicht so, wir sind unter den anderen geblieben.)
Und es war vielleicht erschreckend als er ihn fragte, ob er mit bei mir schlafen dürfte, aber in deren Zustand überhaupt noch etwas mit zu bekommen ist schon eine Kunst.
Irgendwann, gegen 4 Uhr war ich zu Hause, Vater kam zu mir.
"Sag mal...du hast doch nicht wirklich was mit ****** am Laufen? Der ist doppelt so alt wie du!"
"Nein, habe ich nicht."
"Gut. Wirst du auch nicht, verstanden?"
"Selbst wenn es so wäre, würdest du nicht wollen, dass ich glücklich bin?"
Eine Antwort bekam ich nicht. Ihm geht es wohl ums Prinzip, nicht um mich.
Er kennt ihn jetzt schon ein paar Jahre, wüsste, dass ich in guten Händen wäre und dann spielt entweder das Alter oder das Prinzip die entscheidende Rolle.
Ich hab keine Lust mehr darauf. Die letzten Jahre hat sich mein Vater kaum für mich interessiert, nur für meine Noten.
Brachte ich eine 2 mit nach Hause, fragte er, warum es keine 1 sei.
Brachte ich eine 1 mit, fragte er, warum es keine 1+ sei.
Nur weil er damals  einen 1,... Durchschnitt hatte, fordert er von mir das selbe und setzt mich unter Druck. Er zwingt mir Regeln auf, die ich nicht will, weil ihm jahrelang egal war, was mit mir ist.
Ich habe keine Lust mehr, mich ständig wegen ihm wegen irgendwelchen Kerlen zu streiten. Ich könnte jedes Wochenende zu einem anderen gehen, von Bett zu Bett leben, meine freie Jugendzeit ausnutzen, ich könnte mit Rauchen anfangen, ich könnte mich jedes Wochenende hemmungslos betrinken, wieder in fremden Betten aufwachen, ich könnte Drogen nehmen, abhängig werden, ich könnte magersüchtig werden, mir Bulimie angewöhnen, ich könnte mich prostituieren und ich könnte das ALLES vor ihm geheim halten - aber ich tu es nicht, weil ich ihn nicht hintergehen will.
Ich rauche nicht, nehme keine Drogen, ich kenne mein Alkhohollimit und war nie wirklich so betrunken, dass ich kotzen musste, nicht mehr laufen konnte oder einfach mit irgendeinem Typen mitgegangen wäre und wenn ich Besuch von einem Kerl bekomme, dann frage ich ihn sogar, ob das okay ist und diskutiere dann ewig mit ihm herum.
Auf dieses Theater habe ich keine Lust mehr. Ich will so schnell wie möglich hier ausziehen und frei sein.

Und ich werde eine Pause machen. Würde ich meine flüchtige Idee umsetzten, Herzkerl einfach durch andere vergessen, würde es mir zeitweise gut tun, vielleicht würde ich die Gefühle vergessen können und ihm und unserer verlorenen Chance nicht allzu lange hinterhertrauern,aber ich betrüge mich nicht selbst.
Ich würde sowieso nur an ihn denken. Natürlich wünsche ich mir Nähe und all das, aber ich will nicht irgendjemanden neben mir haben.
Da sind diese zwei Seiten, die eine sagt, ich solle nicht aufgeben bis ich endgültig am Boden liege, die andere sagt, ich solle lieber auf mich achten und in in Ruhe lassen,weil er mich sowieso nicht will.
Ich habe immer auf die Kämpferseite gehört und am Ende war ich trauriger als vorher. Vielleicht ist jetzt die Zeit, in der ich einfach eine pause einlegen muss um darüber hinwegzukommen, auch wenn ich gestern wieder bemerkt habe, wie schwer es wird, weil ich an jedem irgendwelche Verhaltensweisen finde, die er ebenso aufweist. Und sei es die Schwäche für frisch gewaschenes Haar.
Ich will keinen anderen. Ihn oder gar keinen - erst einmal. Vielleicht komm ich irgendwann von allein darüber hinweg.
Es wird schwerer als ich gestern morgen noch dachte.
Nur hoffe ich, dass es nicht wieder 765 Tage dauert, eh ich irgendwann mal darüber hinweg bin.

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