Ich war so froh, dass er mir eine zweite Chance gegeben hat und ich war so unfassbar dumm und habe schon wieder alles falsch gemacht.
Er ist der interessanteste Mensch, den ich je kennen gelernt habe und hat mich immer so gut behandelt. Aber wahrscheinlich hat er Recht, ich bin einfach ein dummes Kind, welches nicht weiß, was es tut.
Und ich habe ihn enttäuscht...schon allein das ist Grund genug, dass ich es verdient habe, jetzt wieder irgendwie allein zu sein und mich zerbrechlicher und kaputter, denn je zu fühlen.
Er hat die schönsten Dinge zu mir gesagt, die ich je von jemandem gehört hatte und ich dachte immer, ich wäre etwas Besonderes für ihn gewesen. Nur jetzt...kann ich es wohl nicht mehr retten. Kann mich nicht mehr retten und habe alles kaputt gemacht, was mich aufgebaut und oben gehalten hat.
Natürlich war ich viel zu sehr auf ihn fixiert und habe mich zu sehr darauf verlassen, dass alles so bleibt, wie es ist. So ist das nun einmal - wenn man verliebt ist. Wenn man den ganzen Tag nur auf seine Antworten hofft, wenn man eine Nachricht bekommen hat. Und wenn man den ganzen Tag seine Stimme im Kopf hat. Wenn man unbedingt das Abitur schaffen will, um in seiner Nähe studieren zu können, koste es, was es wolle. Wenn man sogar überlegt, seine Faulheit zu überwinden und sich einen Nebenjob zu suchen um eigenes Geld zu verdienen und ihn so öfter besuchen zu können, bis man endlich die 547 km für immer überwinden und zu ihm ziehen kann. Er hat mich nicht nur wahnsinnig neugierig gemacht, er hat mich geheilt. Ich hab mich gut gefühlt, stark, unkaputtbar und vor allem habe ich mich wieder schön gefunden - ich habe mir das selbst alles genommen. Meine Motivation für die Schule. Meine Motivation mich zu ändern. Aber vor allem die Motivation, weiter zu kämpfen und weiter zu leben.
Was soll ich jetzt tun? Warten, bis mir hier einmal jemand unter die Augen kommt, der so ist wie er? Der genau so ist, wie ich mir einen perfekten Mann vorstelle?
Ich kannte ihn vielleicht nicht sehr lange aber das, was ich kenne, ist genau das, was ich wollte...und immer noch will.
Ihm wird es leicht fallen, mich zu vergessen. Weil er durch meinen Verlust nicht gleichzeitig jemand so wichtigen verloren hat. Aber wie ich das anstellen soll, weiß ich einfach nicht.
Ich sagte mir anfangs, dass es mein letzter Versuch ist, jemanden irgendwie von mir zu überzeugen und letztendlich ihm zu "gehören". Der Versuch ist gescheitert. Und...jetzt?
Und es ist wieder so eine verrückte Situation, die ich nicht durchblicken kann, einfach, weil ich andere Grenzen in meinem Leben habe. Und diese ziehen mir zum zweiten mal jetzt einen Strich durch die Rechnung und verhindern so mein Glück.
Natürlich wäre es schwer geworden. Aber wann ist das Leben schon einfach?
Wann bekommt man das, was man will, einfach so?
Ich möchte ihn nicht aufgeben. Das ist in solchen Situationen sowieso nicht meine Art. Vorher gebe ich lieber mich selbst auf...was wahrscheinlich sowieso der einzige Weg wäre, um nicht mehr verletzt zu werden. Um nie wieder denken zu müssen "Du hast es schon wieder versaut, du dummes, beschissenes Monster. Hast dir schon wieder die Chance selbst genommen, stattdessen kriechst du lieber im Dreck herum, wo du eh hingehörst und suchst nur nach irgendeinem weitern Grund um noch mehr Selbstmitleid um dich herum anzusammeln."
Ich möchte diese Gedanken nicht, doch kann sie nicht vermeiden. Es scheint chronisch zu sein, dass ich alles kaputt mache.
Aber ich weiß nicht, ob ich es mir selbst noch einmal verzeihen kann.
Und vor allem weiß ich nicht, ob ich es jemals wieder gut machen kann....
Es tut mir einfach nur unfassbar Leid, dass ich dich enttäuscht habe. Meine Worte werden dich zwar nicht mehr berühren können...aber ich will, dass du weißt, dass du mir unfassbar wichtig warst, und immer noch bist, und ich auf nichts mehr hoffe, als dass du meine Entschuldigung annimmst und mir noch eine Chance gibst...
Farin Urlaub - Kein zurück
-Manchmal dann eben doch die einzigen Worte,
die mich daran hindern,
die Spitze der Dummheiten zu erreichen.
Du stehst am Fenster und du schaust hinaus
und draußen scheint die Sonne doch in dir herrscht tiefe Nacht
Wenn nicht ein letzter Rest von Zweifel in dir wäre
hättest du schon längst den letzten Schritt gemacht
Niemand da, der dich versteht
und weiß, was in sich vor dir geht
Geh durch die Straßen und du siehst: um dich herum da tobt das Leben
doch in dir tobt nur der Tod
du würdest alles für ein Notausgang aus diesem Leben geben
oder für ein Rettungsboot
Du weißt nicht mehr wohin mit dir,
du willst überall sein, bloß nicht hier
Nie weider Liebeskummer, nie wider allein
Nie wieder Pech, nie wieder Glück
Kein Kuss im Regen und kein Sonnenuntergang
Mach dir klar, es ist wahr:
es gibt kein zurück
Mit einer Waffe an der Schläfe willst du dich
für alle Ewigkeit von allem Schmerz befreien
Soll denn das Zucken deines Zeigefingers tatsächlich
der letzte Akt in deinem Leben sein?
Die eignen Schmerzen enden zwar,
doch mach dir bitte eines klar:
Du hast dein Leid nur gegen andres eingetauscht,
nichts ist besser, nicht ein Stück!
Die dich verlieren werden den Schmerz für immer spüren,
wenn du gehst - du verstehst:
es gibt kein zurück.
Du siehst an allem nur die negativen Seiten,
schwimmst in einem tiefen Meer von Traurigkeit
Tatsache ist zwar, dass wir alle sterben müssen,
nur die meisten hätten gerne noch mehr Zeit
Wir haben nur dies eine Leben
ein zweites kann dir keiner geben
Nie wieder Sorgen haben, nie wieder verlier`n
Nie wieder Pech - nie wieder Glück!
Keine zweite Chance und erst Recht kein Happy End
Mach dir klar, es ist wahr:
es gibt kein zurück
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