Freitag, 15. Februar 2013

Paradebeispiel - Der Hulk der Emotionen.


Ich hätte gerne irgendein hässliches Insekt in meiner Nähe, welches mir durch ein anhaltendes, eiskaltes Zischen,Brummen oder gar Surren die Nerven raubt und mich Paranoid werden lässt, weil es so nah an meinem Kopf schwirrt, dass ich es nicht sehen kann um zu verhindern, dass ich es mit irgendetwas erschlage und ich wieder meine Ruhe habe. Bloß nicht. Bloß keine Ruhe und ein paar melancholische Lieder (momentan Herrenmagazin - "Der langsame Tod eines sehr großen Tieres". Verdammt!) und zu viel Zeit zu haben, mir Dinge einzureden, die gar nicht existieren und weder mit der Existenz von Einhörnern oder Gnomen zu tun haben, noch mit dem anstehenden Weltuntergang.
Ich halte Inne. Kein Insekt. Immer noch das selbe Lied. Und "Was wäre wenn..."-Gedanken.
Die Schlampen unter den Fragen. Man bereut es am Ende doch, sich mit ihnen beschäftigt zu haben.

Es gibt Menschen, die man allgemein als "schlecht" bezeichnen würde. Den ganzen Tag Rauchen und Trinken, Leute zusammen schlagen und die einfach nur scheiße sind. Doch die meisten finden das gut und sind zufrieden.
Viele Menschen führen ein ganz normales Leben.
Und einige, die niemandem etwas Schlechtes wollen, beinahe alles verzeihen und es jedem Recht machen wollen, die müssen eliminiert werden.
Die sitzen dann am Valentinstag alleine herum und fragen sich, womit sie das verdient haben, warum jetzt wieder alles in die verkehrte Richtung geht.

Wahrscheinlich war ich nur wieder zu naiv und hätte diesen Optimismus gleich ersticken sollen - passt einfach nicht zu mir. Vielleicht war es nur wieder so ein Schutz um nicht wieder in diesem Teufelskreis zu landen - doch ein Teufelskreis ist ein System," in dem mehrere Faktoren sich gegenseitig verstärken und so einen Zustand immer weiter verschlechtern" (Danke Wikipedia (nein, ich musste nicht nach der Bedeutung dieses Wortes suchen, wollte lediglich eine genaue Definition))
Ich bin ein Paradebeispiel dafür. Enttäuschung führt zu mangelndem Selbstbewusstsein führt zu Selbstzweifeln führt zu mangelnder Anziehungskraft führt zu Enttäuschung und so weiter und so fort, et cetera and it goes on and on and on.
Immer noch kein Insekt um mich herum. Vielleicht ist ihnen einfach zu kalt...
Apropos. Die Heizung ist an, schon den ganzen Tag und trotzdem friere ich.

Es gibt so viele Menschen, die mir sagen, ich sei ein wunderbarer Mensch. Nur...bin ich es nicht. Manchmal rede ich es mir ein, aber im Endeffekt, bin selbst ich scheiße zu mir.

Man sagt, was einen nicht umbringt, macht mich stärker - eigentlich müsste ich jetzt der Hulk der Emotionen sein, so kalt wie eine Wasserleiche im Arktischen Meer, so hart wie Diamant und so verschlossen wie ein Buch mit sieben Siegeln.

Stattdessen bin ich das komplette Gegenteil und zudem der Meinung, dass dieses Sprichwort schlichtweg nicht stimmt.

Mit Glück habe ich morgen schon vergessen, was war - werde zwar spätestes nach zwei Minuten realisieren, dass ich ihn und die anderen tollen Verrückten im März wohl doch nicht sehen kann, aber vielleicht finde ich ja doch wieder eine Motivation für...irgendetwas.
Vielleicht auch nicht. Aber so kam ich immerhin eine ganze Weile zurecht.

Im Endeffekt wäre es niemals so geworden, wie ich es mir für die Zukunft gedacht habe.

(Nein, das ist nicht das oben genannte Lied. Die Zeit bleibt ausnahmsweise mal nicht stehen, sie rast an mir vorbei. 
Hurricane Dean - Flat Random Noise)




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen