Samstag, 2. Februar 2013

"Ich hab euch alle so unglaublich lieb!"

...riefs über den riesigen Platz in der Innenstadt von Zwickau, als wir auf dem Weg zurück zum Auto waren.
"Ich liebe jeden einzelnen hier!"
Mir war zwar von vorne herein bewusst, dass er genau so ist und habe es auch nicht anders erwartet und war doch vollkommen fasziniert, wie viel gute Laune ein Mensch verbreiten kann. (Und die anderen natürlich auch, die waren ja ähnlich verrückt.)
Der Tag war klasse, ich habe lange nicht mehr so viel Spaß gehabt und mich in einer Gruppe aus fast fremden Menschen so wohl gefühlt. Keine Sekunde lang habe ich an zu Hause gedacht oder an irgendetwas, was mir die Laune vermiest, weil ich eigentlich die ganze Zeit lachen musste.
Zur Zeit könnte mir nichts besser tun, als Ablenkung, welche er mir jeden Tag bietet durch seine gute Laune.
Allein bin ich viel zu wütend, enttäuscht und immer noch tief verletzt von den Vorfällen der letzten Tage - beziehungsweise des letzten Monats.
Da draußen gibt es vielleicht Menschen, die andere schätzen und nicht verarschen. Da gibt es vielleicht einen Gentleman, der ehrlich und zuvorkommend ist, ohne, dass er hinter deinem Rücken mit einer Freundin was am Laufen hat. (auf die "Freundin" die so etwas tut, lege ich jetzt keinen Wert, ein Post darüber wird sicher noch folgen)
Es verletzt natürlich ungemein, wenn man von zwei Freunden so hintergangen wird und der eine Part nicht einmal mutig genug ist, die Wahrheit zu sagen, wo besagter Part doch angeblich immer so ein ehrlicher Übermensch war.
Wie dem auch sei.
Ich wäre wahrscheinlich längst wieder in tiefster Depression, gepaart mit Autoaggressivität, Suizidgedanken und anderen falschen Dingen, wenn ich mich nicht so gut durch den "Gute-Laune-Bringer" und die anderen ablenken könnte.
Ich bin froh, jemanden zu haben, der mir zuhört und für den meine Geschichten neu sind. Irgendwie, tut es doch ganz gut zu wissen, dass manche wenigstens versuchen, mit mir klar zu kommen.

Fast neben mir im Zug saß ein älterer Mann, dessen Unterlippe zu zittern begann, als er vergeblich versuchte, die Tafel Schokolade zu öffnen. Hätte ich nicht so eine gute Laune gehabt, hätte ich weggesehen, zu schüchtern und zu deprimiert, um mich überhaupt zu bewegen.
Aber letzten Endes half ich ihm und seine dankbaren Worte machten mich gleich noch glücklicher.
Helfen, das ist auch mal schön.
(Besonders, wenn man Schokolade bekommt.)

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

I'm stating to like your posts sweety : )

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