Freitag, 15. Februar 2013

Ganz oder gar nicht, aber ganz, das geht auch nicht. Aber wenn - dann richtig.

Nicht einmal "halb", höchstens ein "bisschen", allerdings auch nicht lange. Und auch, wenn es wie "ganz" scheint, bilde ich es mir nur ein, und es ist nicht einmal ein "fast". Ihr wisst nicht, wovon ich rede?
Ausgezeichnet.
Ich nämlich auch nicht, weil ich es langsam nicht mehr verstehe, wieso ich immer noch so naiv bin und nur, weil ich mir nichts mehr als das wünsche, Dinge einrede, die gar nicht da sind.
Vor drei Jahren, war es beinahe noch logisch, da war ich so naiv und selbstbewusst, dass ich kaum Zweifel daran hatte, zu gewinnen.
Aber da wurde ich auch noch nicht wirklich in der Hinsicht enttäuscht.
Und jetzt? Eintausendundeinen Tag später,nachdem alles begann, müsste ich doch gelernt haben, dass das so nicht geht.
Ich weiß, in meinem Leben dreht es sich viel zu sehr um solche Dinge. Aber das ist mein Ziel, jemanden mit meiner Liebe glücklich machen, jemanden finden, der mich wert schätzt und auf Händen trägt und es genießt, mit mir zusammen zu sein - so, wie manche wie die Karnickel Kinder bekommen wollen, andere nur ihre Karriere im Kopf haben oder viel reisen wollen, so will ich jemanden glücklich machen.
Doch je mehr Zeit vergeht, desto mehr halte ich mich selbst für beziehungsunfähig. Einfach aus Angst, kaputt gemacht zu werden und nicht die Kraft oder den Mut zu haben, andere Wege zu gehen.

Nach eintausendundeinem Tag müsste ich gelernt haben, dass mir eben doch etwas fehlt, womit ich jemanden bei mir halten kann.
Oder anders gesagt: Es muss doch etwas anderes geben als mein Hintern oder den Sex mit mir.
Es gibt nur einen, der diese beiden "Kriterien" beurteilen kann und dies ist der einzige, der mir nach einem halben Jahr immer noch hinterher dackelt und vergeblich versucht, mich wieder zurück zu gewinnen.
Er würde sogar eine Beziehung mit mir eingehen .- solange sie für ihn offen bleibt.
Und er würde sogar ein paar seiner Affären aufgeben, um mich wieder zu haben.
Ganz gewagt: er verspricht sogar, mich nicht "verführen" zu wollen, sondern nur mit mir essen gehen zu wollen, wenn wir uns mal wieder treffen sollten.
(Als könnte er mir widerstehen. *hust,hust*)
Ich sage, ich will ihn nicht sehen, weil er eine ehemalige Freundin von mir in seinem Bett hatte.
Allein der Gedanke lässt mich schaudern. (Und ja, du kleiner Bauerntrottel(so läuft er zumindest), ich finde den Gedanken und dich somit ekelhaft)
Selbst wenn er es nicht getan hätte, würde ich diesen Fehler nicht begehen.
Anfangs, war es gut. Anfangs schien es ein "ganz" zu werden, bis ich erfuhr, dass er neben mir noch drei weitere Affären hatte.
Mit der Zeit lernt man jemanden natürlich besser kennen. Er war interessant, ein kleiner (also wirklich klein) Rebell, Piercings, Tattoos, Raucher, prügelt sich gerne, trinkt übermäßig viel und nimmt regelmäßig Drogen.
Und der kleine Zuckerhaufen verwandelte sich in einen blutrünstigen Tiger - wie er sich selbst nennt, weshalb alle seine Weiber automatisch seine Miezen sind.
Meine Mum fand ihn klasse. Die fände es cool, einen gepiercten Schwiegersohn zu bekommen. Selbst meine Oma hat mich über ihn ausgefragt und mein Papa sagte nur, er fährt viel zu schnell (143 km/h im Ort? Passt!)
Nachdem das Eis mit ihm einmal gebrochen war, gab es vorerst kein Halten mehr, doch mit jedem Besuch schwand das, was mich so an ihm fasziniert hatte.
Wenn er mich abends um 10 Uhr abholen wollte, wurde ein halb 2 draus.
Das eine Mal, als er bei mir war, kam er angetrunken, bekifft und halb tot geschlagen - ist natürlich selbst gefahren und denkt wirklich er wäre noch in der Lage gewesen im Rückwärtsgang eine Maus so zu überfahren, dass nur der Kopf übrig geblieben ist.
Er setzte sich auf`s Sofa. Grinste mich an. Legte sich auf den Rücken und meinte ich solle ihn bespaßen oder er pennt sofort ein.
Schlafen konnte er dann doch nicht, ist deswegen dann doch noch nach Hause gefahren, obwohl es eine gemeinsame Nacht werden sollte.
Er war zweifelsohne sexsüchtig und eigentlich wollte ich überhaupt nicht mehr in seiner Nähe sein, weil es sich jedes Mal beschissen anfühlte, ein Objekt für ihn zu sein.

"Ist das nicht wunderschön?
 Gerade von der Party heim,
 jetzt eine tolle Frau neben mir
 mit der ich gleich Sex haben werde." 

Ich hätte ihm am liebsten eine in die Fresse gehauen für diesen Kommentar, aber er musste ja fahren.
Zeitweise tat es mir gut, einfach Aufmerksamkeit zu bekommen, doch im Endeffekt, hat er mich nur gebraucht um ein bisschen Spaß zu haben, dabei war es scheiß egal, was ich wollte. (Sicher keine Eiswür...lassen wir das.)
Die Zeit mit ihm, war ja einigermaßen okay, auch wenn der Sex für mich nicht wirklich gut war (und das kann ich ohne Vergleiche zu haben sagen), immerhin war es für ihn klasse.

Aber jetzt kann ich mich nicht noch mehr zum Objekt machen lassen.
Ich will einen Mensch im Spiegel sehen, keinen leeren Körper, desses Existenz nichts mehr wert zu sein scheint.
Wenn ich es dieses Jahr nicht schaffe, dass es mir besser geht...ich weiß nicht, was passieren wird. Ob es für mich noch so weiter gehen kann.
Ich muss irgendwie wie früher werden.
Nur habe ich keine Ahnung, wie ich das anstellen soll.

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