Nach viel zu vielen Enttäuschungen müsste ich eigentlich gar keine Träne mehr vergießen, wenn wieder jemand sagt, dass meine Hoffnungen vergebens waren und die Kraft und Zeit, die ich investiert habe nichts gebracht haben. Aber an manche Schmerzen gewöhnt man sich nie, die tun immer weh.
Umso besser, dass die Enttäuschung über diese Person einfach viel zu groß und lähmend ist um noch traurig darüber zu sein - vielleicht war es diesmal einfach zu viel und unverzeihlich beiderseits.
Mit meinen Gedanken bin ich meistens sowieso beschäftigt und ganz woanders,weshalb es mir leicht fällt, die Tatsache zu ignorieren, dass es sich irgendwie, wie Betrug anfühlte.
Wir waren nie zusammen, er hätte tun dürfen, was er will. Hat er ja auch.
Doch es ist einfach nicht fair, dass er mir immer das Gefühl gegeben hat, ich sei ein billiges, notgeiles Flittchen, weil ich als Single - als ich frei war und auch kein anderer Interesse an mir zeigte - das getan habe, wonach mir war.
Der einzige Unterschied besteht ja nur an daran, dass sie nicht so weit gegangen sind.
Aber wie notgeil kann ich schon sein, wenn mir die Gefühle zu ihm tausend Mal wichtiger waren, als Sex?
Und die Tatsache dass ich ewig gewartet hätte, dass ich nicht einmal versucht habe, ihn zu küssen, weil er mir sagte, dass es für ihn nur in eine Beziehung gehört?
Keine Ahnung, wie oft ich mich schon gefragt habe, wo dort die Logik sein soll, aber eigentlich hätte er es sowieso nicht verdient, noch mehr Liebe von mir zu bekommen.
Wer nicht will, der hat schon.
Wie auch immer, es ist jetzt sowieso egal, was ich über ihn denke. Wenn er meint, er muss zum Arschloch werden und Menschen verletzen - mich wird er nicht noch einmal schaden, hat er ja schon, indem er es noch schwieriger für mich machte, jemandem zu vertrauen.
(Auch, wenn bei manchen einfach von Anfang an dieses besondere Vertrauensgefühl da ist. Aber eben nur bei sehr wenigen.)
Ich denke auch gar nicht mehr oft an ihn. Aber will er ja auch. Ich soll ihn ja vergessen, was eben auch gut klappt - hätte er eigentlich wissen müssen, wenn er das alles hier auch liest. Aber nein, trotzdem schrieb er mir, wie glücklich er doch ist.
Und meinte, dass es bei mir ja jetzt auch klappen müsste mit der Liebe - tut es ja bei ihm auch.
Wieder einmal finde ich die Logik nicht dahinter.
Und wieder einmal frage ich mich, warum ich mir darüber Gedanken mache, ich könnte doch froh darüber sein, dass ich jetzt keine Angst mehr haben muss, dass er mit dieser "Freundin" etwas hat, dass er mich nur belügt, ich mach mir keine Sorgen mehr um seine Gesundheit oder sonst welche Probleme und habe auch nicht mehr den Drang, ihn aufzumuntern und glücklich zu machen, wenn er traurig ist. Ich habe auch keine Sehnsucht mehr nach den Abenden mit ihm allein, nach den Kämpfen oder den schönen,kleinen Berührungen.
Nun ja, es sollte eben nicht so sein.
Deswegen wundert es mich, dass ich manchmal überhaupt noch daran denke, wo ich doch an so viel schönere Dinge denken könnte.
Im Endeffekt...hätte ich doch sowieso viel zu viel Sex gewollt, ich notgeiles Flittchen.
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