Donnerstag, 18. Oktober 2012

Nicht so mein Tag/Monat/Jahr/Leben.

Und allein diese Woche war einfach nur beschissen. Die ganze Zeit übermüdet und überfordert, emotional ein Wrack, welches bei jeder Berührung noch mehr zusammen stürzt und sich so schnell wandelt wie die Flugrichtung einer Stubenfliege.
Der Tag war scheiße. Ich weiß nicht genau, wann ich in der Lage war, überhaupt zu schlafen, jedenfalls war es zu wenig, weshalb ich eine der Kunststunden fast komplett verschlafen habe, glücklicherweise unbemerkt, von der Lehrerin - aber die nimmt mich ganz hinten sowieso nicht wahr. Die Physikkontrolle lief beschissen, weil ich nicht einmal in der Lage war, einfache Rechnungen nachzuvollziehen. Als ich aufgegeben hatte und wartete, bis der Lehrer einsammelt, wieder fast eingeschlafen - wäre bei dem mein Todesurteil gewesen.
Danach drei Stunden Deutschklausur. Das Thema war schon scheiße, irgendetwas politisches. Nach einer halben Seite musste ich neu anfangen, weil ich ständig in Sekundenschlaf gefallen bin und immer quer über's Blatt Striche zog, die ich irgendwann nicht wieder wegmachen konnte.
Der Tag war beschissen. Seitdem ich zu Hause bin - auch erst dreiviertel 5 - schlafe ich eigentlich, wache mal kurz auf, um zu sehen, dass mir niemand geschrieben hat - oder Dinge, von denen ich nichts wissen will.
Dinge, die mich traurig machen, weil ich mich unverstanden fühle.
Das geht die ganze Woche schon so, jeden tag versuche ich es ihm zu erklären, doch er hört einfach nicht auf. Das ist zu viel für mich zur Zeit. Ich halte nichts aus, was mich auch nur ein bisschen emotional belastet. Es ist wieder eine Phase starker Zerbrechlichkeit, ich sollte mich einfach nur in einen Haufen aus Plüsch und Federn werfen, damit ich von außen nichts höre, sehe, fühle, wo ich einfach warten kann, bis es aufhört.
Die ganze Woche lief so. Montag Chemieklausur, für die ich nicht einmal wirklich lernen konnte, weil ich es eh nicht verstanden habe. In der Nacht vorher vielleicht 4h Schlaf, die folgenden Nächte waren auch nicht sehr viel länger. Jeden Tag gestresst nach Hause kommen, am Dienstag von der Geschichtskontrolle, in der ich nicht einmal genug Zeit hatte und von der Matheklausur, in der ich 5 Punkte habe. Gerade so bestanden. Nur einen Punkt weniger und es wäre vorbei gewesen, das hätte ich nicht wieder gut machen können - zählt auch noch doppelt. Großartig. Jedes Mal, wenn ich gestresst bin und abschalten will, mache ich mir die Musik so laut an, dass ich nicht einmal mehr meine Finger auf der Tastatur höre und nebenbei verliere ich meine Gedanken und meine Aufmerksamkeit in die virtuelle Welt.
Dienstagabend kam ich vom Training - selbst dort habe ich nichts auf die Reihe bekommen - und mein PC ging nicht mehr an. Ein wenig Hoffnung hatte ich, dass es am nächsten Morgen geht, aber nein.
Der Mittwoch war ein wenig anstrengend und zu Hause habe ich dann wenigstens einmal eine zusätzliche Stunde Schlaf gefunden. Doch wirklich gebracht hat es auch nichts.
Heute war wahnsinnig anstrengend. Emotional gesehen. Und es wird gerade nicht besser, im Gegenteil. Ich glaube, morgen wird der perfekte Abschluss der Woche. Ich freue mich schon lange auf diesen Abend, weil meine Eltern nicht da sein werden, doch es wird sowieso nicht so laufen wie geplant.
Samstag wird es mir auch nicht gut gehen, Trauer in Verbindung mit Alkohol verträgt sich nicht. Geburtstagyparty. Vielleicht wird es ja ganz lustig.
Ich bin froh, danach endlich Ferien zu haben. Das einzig Positive diesen Monat, denn auch die Woche vorher war anstrengend und führte nur zu dem, was jetzt ist.
Ich bin verletzt, gehe nicht mehr weiter, sondern sitze stur in einer Ecke und weine wegen jedem Wort, welches mir ins Herz sticht. Ich will das nicht. Solche Momente gab es zu viele in diesem Jahr.
2012 hätte nicht schlechter beginnen können.
"Nein, das geht einfach nicht, du bist zu jung." hatte ich gleich am 1. Januar so oft gehört. Er hätte auch gleich sagen können, dass ich scheiße bin.
Zwei Tage später sind meine Mäuse gestorben. Weitere 4 Tage später habe ich erfahren, dass der komplette Freundeskreis mein größtes Geheimnis wusste und es mir 13 Monate lang keiner gesagt hat - nicht einmal der, der es geheim halten wollte, weil es es seinen Ruf hätte zerstören können. Ich weiß nicht, wie das raus kam. Entweder, jemand hat uns hinterher spioniert, er hat sein Versprechen gebrochen oder jemand hat mein Tagebuch gelesen. Unschön. Zumal seine Freunde damals behauptete, ich hätte es selbst gesagt, dabei habe ich niemals ein Wort darüber verloren. Aber ihn fast. Damals war er mein Ein und Alles. Immer, wenn es mit einem Kerl nicht geklappt hat, bin ich rückfällig geworden, 25 Monate kam ich nicht von ihm los und dafür habe ich mich gehasst. Weil ich so schwach war.
Kurze Zeit später hatte ich mich mit meinen besten Freundinnen gestritten und war in der Schule so gut wie immer allein und isolierte mich von allem. Ich bin froh, dass wir uns wieder zusammengerafft haben, auch Im April lernte ich P. kennen.Mit dem es super lief. Mit dem es super war. Doch als ich mich entschlossen hatte, ihm eine Chance zu geben, meinte er, es gäbe eine andere, die besser ist. Er erzählte seinen Freunden, ich sei eine Schlampe, dabei war er derjenige, der anfangs nur Sex wollte. Ich kenne die Situation noch. Ich saß im Chemiezimmer, irgendwann hat er geschrieben - nach tagelangem Schweigen.
"Das wird nichts mit uns...es gibt da noch eine andere. Sorry.". Ich war sprachlos, schickte nur ein "...sagte er zu seiner "Prinzessin"..." zurück - das war ich ja immer gewesen für ihn.
Dann kam der Juni. Der fing schon scheiße an, mit Dingen, die nicht hätten passieren sollen. Doch dann lernte ich Chris kennen. Der mich glücklich gemacht hat, durch den ich mich selbst akzeptiert habe. Ich bin ihm dankbar dafür, auch wen er mir oft das Leben schwer machte, es war kein Fehler, das Ganze mit ihm. Doch irgendwann war es nicht mehr das, was es am Anfang war.
Am 18. August traf ich einen guten Freund, mit dem hatte ich längere Zeit vorher nicht mehr geschrieben. Ich bin froh darüber, dass sich unsere Freundschaft jetzt so entwickelt hat - doch ich bin nicht froh darüber, dass ich mehr als das fühle, weil es schlechtes Timing ist und weil es mich viel zu verletzlich macht - wie man ja sieht. Ein paar falsche Worte und ich zweifle wieder an allem, vor allem an mir.
Ich fühle mich meinem Leben nicht gewachsen. So, wie es in den letzten zwei Jahren verlaufen ist, kann es nicht weiter gehen, weil ich einfach nicht stark genug bin dafür.

Einmal anhalten und aussteigen. Bitte.
"Do you know what it's like to wanna surrender?

I don't wanna feel like this tomorrow
I don't wanna live like this today
make me feel better I want to feel better
Stay with me here now and never surrender"

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