Er sagt, er weiß zwar nicht warum, aber er würde mich vermissen. Ich weiß zwar genau, warum er mich vermisst, aber es ist doch kurios, wenn er das so sagt. Er versucht immer noch, mich wieder zu bekommen, auch wenn er nichts für mich fühlt. Er hört einfach nicht auf, egal, wie oft ich ihm sage, dass ich meinem Herzen treu bleibe und ich mein Herz einem anderen geschenkt habe. Er wollte es ja nicht.
Er versucht mich immer wieder zu manipulieren. "Er muss es ja nicht erfahren" und "Es wäre ja das letzte Mal" oder "Ich bin doch gerade so einsam...", aber mir ist es selten so leicht gefallen, NEIN zu sagen.
Nein, zu einem Wiedersehen,
Nein, zu einem letzten Mal,
Nein, zu Chris.
Ich weiß, dass er sowieso genug Ablenkung findet.
Und auch, wenn ich mir selbst nicht treu bleibe, mich für andere verändere (*es versuche), mich nicht immer so verhalte, wie es eigentlich typisch für mich ist, so weiß ich genau, dass ich meinem Herzen treu bleiben werde.
Schon allein, weil es sich falsch anfühlen würde und überhaupt nicht gut.
Schon allein, weil es nicht das wäre, was ich will.
Schon allein, weil es ihm zeigen würde, dass er wieder gewinnen könnte - aber das wird er nicht.
Ich sagte ihm, dass ich mich nicht mehr mit ihm treffen würde. Ich dachte, er hätte das verstanden. So, wie er reagiert hat, da hätte ich nicht gedacht, dass er sich überhaupt noch einmal meldet. Und vor allem nicht, weil er mich vermisst.
Es ist nicht so, dass ich ihn hasse. Er hat mich nicht schlecht behandelt, hat mir nicht weh getan, war immer ehrlich und war so, wie er eben ist. Er hat mir anfangs zwar mehr versprochen, als er mir geben konnte, doch letzten Endes hätte ich das selbst nicht mehr gewollt. Und ich bin immer noch fasziniert von seinem Optimismus und seiner Lebensfreude, trotz einigen Enttäuschungen und Schicksalsschlägen.
Wieder sehen will ich ihn aber trotzdem nicht. Und schon gar nicht noch einmal eine Nacht bei ihm verbringen.
Ich würde es vermissen, dass mich nachts jemand zudeckt, weil er glaubt, mir sei kalt. Oder dass mir jemand die ganze Nacht einen Arm um die Schultern legt und seine Hand mit meiner verschränkt.
Jemand, der mir leise und ruhig in den Nacken atmet - und nicht an meiner Schulter schnarcht.
Jemand, der aufwacht und sich wieder zu mir kuschelt, wenn er sich im Schlaf weggedreht hat.
Jemand, der mir einfach Wärme und Geborgenheit gibt.
Leider vermisse ich das jetzt ebenso. In der Nacht liegt höchstens eine faule Katze neben mir, die sich an mich geworfen hat und sich keinen Zentimeter rührt.
Leider riecht auch meine Decke oder mein Kissen nicht mehr nach diesem jemand, neben dem ich gerne aufwachen würde.
Leider sind die Nächte immer noch so einsam, wie sie es immer waren.
1 Kommentar:
Richtig so ! (:
und ich denk lange werden deine Nächte nicht mehr einsam sein (;
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