Wir haben wirklich jeden Tag geschrieben, in jeder deiner freien Minuten wolltest du mir schreiben, wir haben immer irgendein Thema gefunden, über Monate hinweg. Aber irgendwann änderte sich alles, als ich dir die Wahrheit sagte - am 12. Oktober 2010. Funkstille.
Ich hab mir Vorwürfe gemacht, weil ich diese Freundschaft zerstört hatte, aber irgendwie konntest du mich trotzdem nicht in Ruhe lassen, auch, wenn du das eigentlich wolltest. 2 Monate später waren wir allein. Das war am 5. Dezember, der Tag, an dem mein Ende begann. Zu sagen hatten wir uns nichts mehr, was bei weiteren Treffen aber sowieso überflüssig wurde. Jeder Kuss macht mir wieder Hoffnungen, jede Berührung machte mich glücklich und doch wusste ich am 15. Januar genau, dass es das letzte Mal war, dass wir allein waren. In der Zeit sind wir uns so nahe gekommen, aber in deinem Gesicht konnte ich sehen, dass du dir das nicht weiter antun willst, weil du genau wusstest, dass es mir nicht gut tut und dass du dir auch nichts Gutes tust dabei.
Du hast mich fallen lassen. Am 10. Februar 2011. Ich weiß es noch genau, es war schon dunkel draußen und ich war auf dem Heimweg von einem Schulausflug. Meine Freundin,die neben mir saß, schlief an meiner Schulter und ich versuchte krampfhaft die Tränen zurück zu halten, doch es ging nicht. Die Albträume fingen an. Wochenlang beinahe schlaflos, kaum gegessen, nachmittags nur im Bett gelegen. Du dachtest, es ginge mir gut, weil ich Gewissheit habe. Aber das hatte ich nicht. Nicht nach dem, was du mit mir getan hast.
Im April versuchte eine Freundin mich mit jemand Neuem bekannt zu machen, weil ich so nicht weiter machen konnte. Es schien perfekt und auch, wenn ich immer wieder dich im Hinterkopf hatte, versuchte ich mich darauf einzulassen.
Er sagte, er würde mich lieben, doch das war gelogen. Er wollte nur mit mir allein sein, wollte mir nur an die Wäsche und dieses ekelhafte Grinsen bekomme ich nie wieder aus dem Kopf.
Ich dachte, ich wäre von dir losgekommen, aber dem war nicht so. Ich wurde rückfällig, wieder habe ich mein Glück bei dir versucht, aber du warst eiskalt, da war nichts mehr von früher.
Ich fing an, mich selbst zu verletzen. Ich weiß nicht direkt, warum.
Die Zeit verging und ich wurde immer wieder rückfällig, habe mich versucht, neu zu verlieben, aber es ging einfach nicht. ich wollte dich. Du warst perfekt in meinen Augen. Aber ich geriet in Vergessenheit und seitdem du deine Freundin hast, seit November 2011, schrieben wir kaum noch. Alles habe ich versucht. Weil ich dich wollte. Aber du hast mir nie wirklich eine Chance gegeben. Du hast mir nicht gut getan...
Nach 765 Tagen konnte ich endlich einen Schlussstrich ziehen, weil jemand in mein Leben kam, der interessanter war als du. Doch er wollte nur den Sex. Aber weil er derjenige war, durch den ich von dir los gekommen bin, blieb ich bei ihm, weil ich nicht allein sein wollte. Vielleicht wäre ich wieder rückfällig geworden und es wären mittlerweile 891 Tage. Ich will nicht wissen, wie ich wäre, wenn ich es nicht geschafft hätte, mich endlich deinem Bann zu entziehen.
Es ist komisch, wenn du mir schreibst. Es fühlt sich so kalt an. Meistens fragst du, was meine Schwester und ihr Freund machen, was meine Eltern machen. Immer am Wochenende, weil du nicht weißt, was du tun sollst, wo etwas los ist. Manchmal fragst du, wie es denen geht. Aber du fragst nie, wie es mir geht. Ich bin nur eine Taube, die die Botschaften überbringt. Als ich heute aufwachte, hast du mir geschrieben, früh um 7. Vor ein paar Monaten wäre es ein schöner Tag geworden. Jetzt fühlt es sich komisch an, wenn du mir schreibst. Genauso im Training. Wenn sich unsere Blicke kreuzen. Sie alle wissen es doch, sie wissen doch, was da zwischen uns war. Ob sie manchmal daran denken? Und ob sie es verstehen?
Dich habe ich nie verstanden. Warum du das getan hast. Wenn es dir nur um den Sex gegangen wäre, hättest du dich anders verhalten. Das konnte es nicht gewesen sein.
Manchmal denke ich noch an dich. An die 25 Monate, die ich damit verbracht habe, dich zu lieben, mich von dir steuern zu lassen, 25 Monate in denen ich vergeblich versucht habe, perfekt für dich zu sein.
Würdest du mir gegenüber stehen, ich hätte dir nicht viel zu sagen. All die Fragen interessieren mich nicht mehr, es ist mir egal geworden, was das zwischen uns war. Glaube ich...aber eines würde ich dir sagen:
Es war ein schöner Winter mit dir.
1 Kommentar:
nicht den kopf hängen lassen! leben ist zu schön um irgendwelchen typen nachzulaufen! einfacher gesagt als getan, i know. aber hey, du hast was besseres verdient!!!
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