"Manchmal springt ein Mensch und denkt im ersten Moment er kann fliegen, doch im nächsten Moment fällt er wie ein Stein und fragt sich, warum er überhaupt gesprungen ist. Es gibt nur eine Person, die mir jetzt noch das Gefühl gibt, dass ich fliegen könnte."
Dieses Fliegen, das Gefühl von Schwerelosigkeit obwohl du dich gleichzeitig an diesen einen Menschen gekettet fühlst, damit du nicht fort schwebst, weil du dort bleiben willst - das hab ich vermisst. Das war schon lange nicht so, dass mich jemand fest gehalten hat, obwohl ich diejenige bin, die die Hand reicht. Da ist nicht mehr ein Loch der Mittelpunkt der eigenen Welt, es ist diese eine Person, die mich gnadenlos in einen Bann zieht, dem ich nicht entkomme. Es ist dieses Verliebt sein, welches meine Laune bestimmt, mein Handeln, mein Denken. Vielleicht ist es belastend, weil die Sehnsucht so weh tut, die ich ausschalten will - doch das ist unmöglich. Dann diese Eifersucht, die Angst, zu verlieren. Es ist schwer, verliebt zu sein.
Und noch schwerer, wenn es ungewiss ist, doch mittlerweile bin ich es gewohnt - das war immer so.
Manche Momente geben mir dennoch das Gefühl, dass es das wert ist. Jeder Moment, in denen ich ganz nah am Zentrum dieser zerbrechlichen Welt bin.
Es fällt mir schwer, die einsamen Momente einfach zu vergessen, indem ich an die denke, in denen sich alles perfekt anfühlt. Weil sich dann die Sehnsucht wieder meldet, die am liebsten jeden Tag mit eben diesen Momenten füllen würde.
Verliebt sein ist gefährlich. Es macht verletzlich,angreifbar und durchschaubar. Es kommt immer dann, wenn man es gar nicht will und vor allem:
Immer zu einem beschissenen Zeitpunkt.
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