[Abend, in der Küche des Hauses]
Vater steht am Herd, Antonia tritt auf.
Vater: "Hast du morgen wieder später?"
Antonia: "Nein, wie immer."
Vater: "Ich werde dich nicht wecken?"
Antonia: "Warum? Muss doch toll sein, mich gleich am frühen Morgen als Erste zu sehen!"
Vater: "Ich werde dich ganz einfach nicht wecken, wenn du wieder verschläfst!"
Antonia: "Ich fand das immer ganz schön, morgens von dir geweckt zu werden..."
Sie geht ab.
(Man merkt ich bin schon voll drin, in der antiken Dramentragödie/What ever)
Ja, Papa, lass mich doch einfach liegen, am besten so lange, bis ich in meinem Bett verrotte, während ich so vor mich hin vegetiere, wo du doch meinst, dass die Schule das wichtigste überhaupt ist sei und mir gestern deinen Biologiehefter zeigtest, in dem man nur 1er-Arbeiten fand - in der 5.Klasse, welche Wunder.
Da ich ja eh schon geschlafen habe ("Mittagsschlaf") war ich bis halb 1 wach und lag dann im Bett. Und jetzt? Noch 4h bis der Wecker klingelt. Ich kann nicht einschlafen. Will aber auf keinen Fall wieder an irgendetwas denken, was mir missfällt. Gehen wir eben noch einmal den Gemeinschaftskundestoff durch.
So, wie auch kurz vor der ersten Stunde, Geschichte steht an. Kurz nachdem ich realisiert habe, dass ich noch Stoff abschreiben muss (Die Woche vorher HAT Papa mich einfach liegen lassen) kommt ein Schüler rein und setzt sich einzeln auf einen Platz, alle anderen starren in ihre Hefter.
Glückwunsch Antonia, du schreibst jetzt Geschichte, hast keinen Plan in welchem Jahrhundert ihr euch überhaupt unterrichtsmäßig bewegt und verstehst überhaupt nichts.
Arbeit war scheiße. Wäre dann das 4. Fach, welches ich im Halbjahr unterpunkte. Genauso wie Mathe, da durfte ich mir wieder anhören , dass es ja dumm ist, wenn ich bei "so einer einfachen Aufgabe Punkte verschenke" (Wenn mein Taschenrechner mir kein Maximum dieser fucking scheiß Funktion anzeigt, was soll ich da bitte hinschreiben?!)
Den ganzen Tag dann diese Gedanken, diese Verständnislosigkeit, wieso jetzt schon wieder alles so komisch ist. Ich kann es nicht wirklich beschrieben, es fühlt sich ein wenig schmerzhaft an und ist doch auch ganz gut so, aber irgendetwas ist...einfach bescheuert, ich find das scheiße, weil ich mir belogen vorkomme.
Gedankenriss. Nächste Arbeit steht an. Wenigstens konnte ich für die lernen, was sie auch wesentlich einfacher machte.
Mir versperrt irgendetwas den Kopf. Das, was rein soll, bleibt nur ein-zwei Stunden, das, was raus kann, bleibt bei mir.
Und irgendetwas tut mir weh. Ich habe ständig Kopfschmerzen, kann nicht mehr husten, ohne dass es sich anfühlt als würde mein Gehirn (haha, welches?!) an meine Schädeldecke klatschen, es tut selbst im Kopf eh, wenn ich meinen Kopf ganz komisch verdrehe (Was ich natürlich immer mach, um zu gucken, ob`s noch weh tut).
Ich vegetiere also voller Kopfschmerzen von einem Tag in den anderen, kenne nur noch 4 Beschäftigungen (Schlafen, Essen, Zocken, Lernen) und habe keine Ahnung, wie ich alles wieder hin bekommen soll und wie ich irgendwie weiter machen soll.
Jetzt, wo es vorbei mit der Hoffnung ist (glaube ich.), lassen mich entweder alle in Ruhe oder ich erfahre Dinge, die wohl mir nicht gesagt werden sollten. Wie dem auch sei.
In ein paar Minuten, werde ich mich also mit einem der Shakespearewerke (Hamlet) irgendwo hinbegeben, wo es warm ist (Badewanne), wenn ich nicht vorher erfroren bin.
Wobei ich das eigentlich auch begrüßen würde.
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