"Wie" ist auch die viel bedeutendere Frage, wenn ich einmal so recht versuche, meine wirren Gedanken in eine Ordnung zu bringen, die irgendwie einen Sinn ergeben.
Eine Frage blinkt heraus, stechend hell, unbeantwortet und nicht einfach zu ignorieren.
Er will, dass ich meine Jugend auslebe.
Aber WIE soll ich meine Jugend genießen,
wenn der beste Freund den ich hatte,
jetzt von mir will, dass ich ihn hasse?
Wie soll ich denn meine Jugend ausleben, wenn ich nur schlechte Erfahrungen gemacht habe und ich es niemandem mehr zutraue, mich überhaupt auszuhalten? Ihm habe ich es zugetraut, weil er mich lange kennt, lange genug jedenfalls.
Wie kann er auch noch kurz vor meinem Geburtstag sagen, dass es aus und vorbei gibt, es keine Hoffnung mehr für mich gibt, wie kann er kurz vor meinem Geburtstag mein Herz so zerfetzen?
Wie kann er einfach so "Schluss machen", ohne mir wenigstens eine vernünftigen Abschied zu ermöglichen, weder ein "Adieu" noch eine letzte Umarmung - wo er doch SIE unbedingt noch einmal sehen musste, damals hieß es, weil er so etwas nicht per WhatsApp/Facebook/SMS beendet. Aber bei mir - ist das scheinbar okay.
Okay ist es, wenn ich Ablenkung habe. Gerade vor einer halben Stunde noch bin ich allein durch die Dunkelheit gelaufen - manche hätten Angst, ich hab gesungen. Gelacht. Als wäre ich betrunken und doch vollkommen nüchtern. Der erste Schritt durch die Tür ließ meine Laune verblassen, nicht nur weil ich gleich wieder Zettel vorfand, die mir Anschuldigungen entgegen warfen. Es war sofort die Erinnerung, dass alle Erinnerungen nicht mehr auch nur annähernd lebendig werden.
Ich bin wieder allein, ich friere, ich halte mir schon wieder die Tränen zurück, obwohl es mir den ganzen Tag relativ gut ging.
Meine Gedanken gehen in alle Richtungen - Optimismus, Pessimismus, Realismus.
Es ist nicht fair.
Er hat mich so lange gut behandelt, alles nur verschwendete Glücksgefühle, die ich jetzt nur noch mehr vermisse. Es war so eine schöne Zeit, doch das Ende verhindert, dass ich sie als etwas Gutes in Erinnerung behalten werde - wir sind im Streit auseinander gegangen, dabei wollte ich nur wissen, ob es ihm gut geht.
Was, wenn am Ende alle wollen, dass ich sie hasse? Da wäre mir dieses "Wir können Freunde bleiben" lieber.
Was bringt es, in meiner Jugend von Hunderten enttäuscht zu werden, ohne einmal ein klein wenig Liebe zu spüren zu bekommen?
Es soll so klingen, als ginge es ihm um mein Wohlergehen.
Aber ich höre immer nur dieses:
"Ich will dass du mich hasst, damit du schneller von mir los kommst."
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen