Sitze hier seit Ewigkeiten in der Kälte und überlege, worüber ich schreiben könnte. Dabei ist die Idee schon in meinem Kopf - Einfallslosigkeit.
Ich weiß nicht, welches Ereignis ich hier festhalten sollte, in letzter Zeit ist viel in meinem Kopf.
Stichwort Kälte. Als hätte ich stundenlang gezockt, so kalt sind meine Hände und Füße.
Das Wochenende war toll. Da war mir nicht kalt, da konnte ich mich an meinen besten Freund kuscheln, in seinen Armen einschlafen (und aufwachen) und hab sowieso die Heizung ersetzt. Die Stunden bei ihm waren schön, sehr schön. Und ich wäre am liebsten noch viel länger bei ihm geblieben, hätte mich gerne jede Nacht an ihn gekuschelt, doch es geht nicht. Die Pflicht ruft.
Stichwort Pflicht. Was soll ich in der Schule, wenn mich die Lehrer ignorieren? Selbst bei den aufmerksamsten Lehrern kann ich machen, was ich will. Ich meine okay, cool, aber ich habe keine Lust,jeden tag dort bis zu 8 Unterrichtsstunden rum zu sitzen.Das macht mich müde. Wobei das Schlimmste ist, dass ich mich nicht ablenken kann. Wenn ich nach hause komme, wütend bin, weil ich so viele Menschen nicht immer ertrage, würde ich am liebsten einfach ein,zwei Stunden zocken, dann bin ich ruhiger und hab meine Aggression gegen einige, dumme Mitschüler abgebaut. Aber - nüscht is.
Stichwort zocken. Geht ja schlecht. Papa hat mir die Möglichkeit ja weggenommen, weil er meint, es sei kein Mädchenspiel (dabei wollte er sowieso lieber einen Sohn haben). Und mein Computer ist einfach zu schlecht. Ich habe heute mein Zimmer umgeräumt und nach Wochen war ich mal wieder an meinem eigenen Computer.Keine Ahnung, wie der das schafft, so langsam zu sein. Facebook offen. Media Player offen. Ansonsten läuft nichts, und der ist überfordert. So macht das doch Spaß! Ich bin kein Computerfreak, aber DAS ist wirklich nicht mehr normal. (Nein, ich kann da nicht noch mehr löschen - da ist ja kaum was drauf.)
Papa könnte mir ja wenigstens mal eine neue Grafikkarte geben. Er hat hunderte davon (davon ist sicherlich keine schlechter als meine) Der kennt sich mit Computern aus. Aber könnte ja sein, dass ich wieder anfange zu zocken.
Stichwort Papa. Er hat wieder mit mir geredet. Sonst nur drei, vier Worte am Tag. Aber er hat nette Worte zu mir gesagt, mal gelächelt und sogar gelacht. Das war schön. Das hat sich nach Familie angefühlt.
Heute hatte er wieder einen schlechten tag. Hat kaum geredet und mich angeschnauzt, dass ich mal wieder was in meinem Zimmer machen könnte.
Stichwort Zimmer. Seit 6 Wochen bin ich dort schon fast ausgezogen und gehe nur noch herein, um Klamotten zu wechseln. Ich schlafe im Gästezimmer (größeres Bett), sitze den ganzen Tag im Wohnzimmer (Laptop(schnell) und Fernseher). Papa meinte ja heute, ich sollte mal wieder mein Zimmer aufräumen.
Lass mich doch in Ruhe.
Aber okay, Challenge accepted. Aus dem aufräumen wurde ein umräumen und es ist ganz schön kompliziert, Schreibtisch, Schrank und Bett zu verrücken, wenn man keine Möbel aus dem Zimmer heraus trägt. War aber nötig, ich kam nach Hause, ging aus Frust in mein zimmer und bin in Tränen ausgebrochen, weil es mich beinahe erschlagen hat. So viele beschissene Erinnerungen hängen in dem Raum. Die erdrücken mich, quetschen mich zu Boden. (Und ja, ich lag erst einmal flach auf dem Teppich und bin fast eingeschlafen vor seelischer Erschöpfung) Es war ein komischer Moment, ich hab mich verletzlich gefühlt. Es musste sich etwas ändern, doch wenn ich mir das Chaos (Aufräumen mag ich nicht so, ich prokrastiniere lieber) ansah, fehlte die Motivation. Aber eine Freundin hat mir dann geholfen und mich angetrieben.
Mein Zimmer ist jetzt viel offener, größer und...kälter.
Stichwort Kälte.Als hätte ich stundenlang gezockt, so kalt sind meine Hände und Füße.
-und das kommt mir irgendwie ganz schön bekannt vor.
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