Sonntag, 9. September 2012

Loslassen Impossible.

Ich wurde in den letzten Tagen auf Formspring öfter gefragt, was der romantischste Augenblick in meinem Leben war.
Vorab: Mein Leben ist unromantisch. Absolut. Romantische Momente erlebe ich nur allein - Sonnenuntergänge, Feuerwerke, während einem Schneesturm drinnen an der Heizung sitzen. Okay, vielleicht nicht ganz allein. Aber einsam.
Mit Romantik kommt man nicht weit, wirklich nicht. Deswegen versuche ich auch immer noch, meine romantische Seite einfach auf Eis zu legen.
Der romantischste Moment meines Lebens war am 11. Dezember 2010, nachts, zwischen 22:13 Uhr und 22:44 Uhr. Heimliches Treffen, um uns herum Schneesturm und dicke, fette Flocken, die an unserer Haut klebten und sich in meinen Haaren verfingen. Schön war das. So richtig schön, weil ich wusste, dass er nur wegen mir raus in die Kälte ging.
Keine Ahnung, was er sich erhofft hat, was er wollte. Aber er war da, was das Wichtigste in dem Moment war.
Mein erster Kuss war wundervoll. Ich werde wohl nie wieder jemanden finden, der so gut küssen kann und bei dem ich genau das fühle, wie damals.
Ich mag diese "Oh-nein-jetzt-bloß-nicht-aus-diesem-Traum-aufwachen-schlaf-noch-ein-bisschen-weiter"-Momente. Aber es war kein Traum. Pure Realität - sie ist nicht immer so schlimm.
Ich frage mich, wann ich wieder einen Moment erleben darf, den man unter "romantisch" abstempeln kann.
Was danach kam, war es jedenfalls nicht.
Es war mehr so ein Ausnutzen, auch wenn es nicht jeder geschafft hat.
Einer schon. Und er würde es wieder schaffen - vielleicht. Und das Problem ist: er weiß es.

Ich denke manchmal noch an diesen jungen Mann, der mir meinen ersten Kuss schenkte, mir ein Gefühl von "Leben" gab. Und es wieder weg nahm. und wieder gab. Und wieder nahm. Mich dann allein ließ. Und mich wieder auffing.
Anfangs hat er mich fliegen lassen. Dann ließ er mich auf den Boden klatschen. Und zuletzt hielt er mich nur noch kurz über dem Boden, keine Hohenflüge, keine Tiefenabstürze.
Ich kann endlich wieder normal mit ihm umgehen. Wenn er allein ist. Aber es tut immer noch weh, wenn seine Freundin seine Hand hält und ihn küsst.
Ich würde schon sagen, dass ich über ihn hinweg bin. Aber manchmal, wenn ich einsam bin, dann wünschte ich, er wäre bei mir. Nur, manchmal. Nur, wenn ich einsam bin.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

2012? Du kannst in die Zukunft sehen?

Toxifairy hat gesagt…

Verdammt, war'n Denkfelher. Ich werd's gleich ändern. Ich danke dir ;)

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