'Ich vermisse dich!'
Und das stimmte ja auch. Ich hab es vermisst, neben dir zu liegen, mich an dich zu kuscheln, in deine Augen zu sehen und deinen Atem zu hören. Das hätte ich alles so gerne wieder gehabt. Selbst heute noch. Nach 17 Monaten. Ich bin zurecht gekommen, es war sehr schwer und ich war oft kurz vorm Aufgeben, aber sieh mich an, ich habe es geschafft. Mit ein paar Kampfwunden und ein paar Schrammen in der Seele. Ja, sie bluten noch. Eine ganze Weile schon. Aber das hört schon auf. Nur müssen wir beide aufpassen, dass sie nicht wieder aufreißen, wenn sie einmal verheilt sind. Das wird schwer.
Ich weiß, du bist beschäftigt und kannst nicht immer für mich da sein. Das ist nicht schlimm. Damit bin ich doch immer zurecht gekommen. Auch wenn ich es vermisse, dass du mir in jeder freien Minute schreibst.
Ich vermisse dich nicht mehr. Es ist schlimmer geworden.
Du fehlst mir. Du fehlst hier.
Es geht mir immer schlechter. Ohne dich komme ich einfach nicht mehr weiter, dein Schweigen hallt durch meinen Kopf, deine wenigen Worte bleiben ein Echo im Ohr. Und deine Berührungen, die distanzierten, kalten Umarmungen, die brennen auf der Haut. Die hinterlassen schon fast Narben.
Du hast mich so seltsam angesehen, kurz bevor du gingst. Als würdest du etwas von mir erwarten. Das war komisch, denn um mich herum verschwamm alles und du schienst mich wieder magisch an zu ziehen. So, wie im Film.
Aber ich habe mich nicht getraut, dich zu fragen. Wahrscheinlich hast du es nicht einmal wahrgenommen, dass du so geguckt hast.
Oder es gleich wieder vergessen.
Ich hab doch nie gesagt, dass du mir fehlst...
Du fehlst mir...
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