Die Uhr tickt, jeden verdammten Tag genau gleich, der gleiche Rhythmus, die gleiche Bewegung, das gleiche Geräusch. Sie beschwert sich nicht wegen zu viel Monotonie in ihrem Leben, vielleicht soll aber auch genau dieses Ticken sagen, dass sie es satt ist uns nur die Zeit anzeigen zu können.
Sonne, Regen, Tag, Nacht, Schnee, Hagel, Nebel, Frost. Was würde die Uhr nicht vielleicht dafür geben, etwas wie ein Baum zu erleben? Aber jeden Tag aus dem Boden Nährstoffe ziehen, jeden Tag Sauerstoff aus Kohlenstoffdioxid und mit Sonnenlicht produzieren, jeden Tag ein winziges bisschen wachsen, um am Ende gefällt zu werden? Monotonie, die einen am Ende doch nur tötet?
Ich bin ein Mensch, der sich nicht gerne festlegt. Entscheidungen fallen mir schwer und wenn ich könnte, würde ihnen aus dem Weg gehen, aber Fragen wie "Stehst du jetzt auf und erfüllst deine Pflichten oder bleibst du liegen, weil dir alles weh tut und es dir nicht gut geht?" Natürlich stehe ich auf und mache alles wie immer, um bloß keine Aufmerksamkeit zu erregen, bloß keine Fragen aufzuwerfen.
Ich kenne ja diese Gerüchte, die sich bilden, wenn man in der Schule mal nicht da ist.
Also doch lieber Monotonie. Aus dem Bett quälen, mich in die Schule schleifen und meine Aggressionen unterdrücken, lieber scheiße freundlich tun um ja nicht aufzufallen. Nicht dort.
Nach Hause und schlafen, weil ich einfach müde durch diesen Stress bin, den ich mir nicht anmerken lasse. Also...zumindest versuche.
Es gibt Dinge im Leben die laufen niemals so, wie man es sich wünscht. Und selbst wenn sie am Anfang so schienen, sie verlieren ihren Reiz. Sei es der Beruf, ein neues Hobby oder eben...eine Beziehung.
Ich brauche etwas anderes im Alltag, was nützt es mir wenn der eine feste Tagesablauf den nächsten ablöst?
Als ich ihn darauf ansprach, fühlte er sich angegriffen und ich wusste, dass ich das Thema nicht mehr ansprechen kann. Dieser eine Bereich wird sich nie nach meinen Wünschen drehen, dabei ist dieser Teil für mich wahrscheinlich wichtiger als für ihn.
Für mich steht schon seit Jahren fest, dass ich jemanden einfach nur glücklich machen will und so, wie er mich vergöttert, habe ich das erreicht - doch wann ist die Zeit, in der ich das machen kann, was mir gut tut?
Wann kommt die Zeit um egoistisch zu sein?
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