Nicht diese kleinen, zierlichen blauen Blüten, die überall wachsen wie Unkraut, sondern einfach die Hoffnung oder der Wunsch, dass ich in positiver Erinnerung bleibe für meine Bemühungen es jedem immer recht zu machen und in jedem Menschen etwas Gutes zu sehen.
Ich weiß nicht, wie oft mir gesagt wurde, dass ich die ganze Welt von jemandem auf den Kopf gestellt habe oder ich deren Köpfe einfach verdreht habe, mit meiner furchtbaren Nettigkeit.
Egal, wie scheiße ich behandelt wurde, ich habe verziehen und war verständnisvoll, aber wird es einem jemals gedankt? Nein, natürlich nicht. Egal wie oft man(n) zurück gekrochen kam, ich habe nachgeben und verziehen, obwohl ich wusste, dass es mir überhaupt nichts bringt.
Wer Hilfe brauchte, konnte auf mich zählen, ich hörte zu, auch wenn ich andere Probleme hatte.
So ziemlich jeder hat etwas an dieser Gesellschaft auszusetzen, doch wer geht mit gutem Beispiel voran und behandelt andere einfach mal so, wie man selbst behandelt werden möchte?
Wer will schon mit psychisch Kranken zu tun haben, mit Nazis oder gar mit Kriminellen, wo einem doch so oft gesagt wird, dass diese der Abschaum der Gesellschaft sind.
Jemanden zu verurteilen, bringt allerdings nichts, als deren Wut noch weiter zu entfachen, aber wer versteht das schon?
Weil viele verurteilen, machen viele mit um ein "Gemeinschaftsgefühl" zu erwecken.
Und weil wenige versuchen zu verstehen, versuchen immer weniger nach Beweggründen zu suchen, weil sie sonst "komisch" und "anders" sind, weil sie nicht gleich verurteilen.
Vor wenigen Wochen erhielt ich eine Nachricht von einem mir Unbekannten, nachdem wir uns eine Weile unterhalten hatten, kamen wir auf das Thema Politik. Er schrieb mir, dass er Nazi sei, als ich mir seine Bilder ansah, sah ich lauter nationalsozialistische Symbole. Hand auf's Herz: wie viele hätten den Kontakt abgebrochen oder ihn gar beleidigt?
Ich habe weder das eine noch das andere getan, ich habe ganz einfach das Thema, bei dem unsere Meinungen am meisten auseinander gehen, vermieden. Es war nicht schwer zu erkennen, dass er die Gesellschaft verachtet und ein Mensch ist, der gerne anderen einfach die Zähne ausschlägt, er beleidigt grundlos andere und die einzigen Menschen, die er von ganzem Herzen liebt, sind seine beiden Töchter.
In den wenigen Wochen hat er sich verändert, meinte sogar, seitdem er mich kennt, ist er hauptsächlich durch meine Nettigkeit verwirrt und will sogar selbst nett sein. Er sagt mir so oft, dass er sich gar nicht so kennt, wie er zu mir ist,denn ich merke gar nichts von seinem Menschenhass.
Es ist nicht so, dass ich versuche ihn zu einem lieben Menschen zu machen, aber ich glaube, es tut ihm gut, dass er verstanden wird und ihm jemand wirklich zuhört.
Es bedarf meinerseits keine Anstrengung sonder lediglich ein bisschen Freundlichkeit und Verständnis gegenüber Menschen, die die Gesellschaft verstoßen würde, um aus diesem 'Raubtier' einen 'Schmusetiger' zu machen.
Während einige, denen ich von ihm erzähle, nicht verstehen können, wie ich mit solchen Menschen schreiben kann, merke ich jeden Tag, wie viel Herz in eben diesem Menschen stecken kann.
Wenn ich allein es schon schaffe, einem "bösen" Menschen wieder etwas Herzlichkeit beizubringen, warum sollte die Gesellschaft das nicht auch mit anderen mit dieser Meinung schaffen?
Und...was nützt es uns, Menschen zu verurteilen und so ihren Hass auf "uns" zu schüren?
Schießen wir uns damit nicht nur selbst ins Knie?
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen