Samstag, 3. Dezember 2011

Drei Punkte.

...

Manchmal drücken drei Punkte mehr aus als man in Worte fassen kann.
Sie beide, Schwester und Schwager. Saßen da, küssten sich.
Sie beide, der Mann den ich über 500 Tage lang vollkommen hoffnungslos(!) liebte und sie, die mich als Baby im Kinderwagen geschoben hat. Saßen da, küssten sich.
Sie beide, ein guter Freund und eine gute Freundin. Saßen da, küssten sich.
Ich... blickte neben mich und sah glückliche Menschen, die sich liebten und war selbst allein. Ich wollte fast gehen, kam mir so fehl am Platz vor - als einziger Single unter den Ganzen.
Ich war fast über ihn hinweg, aber ich konnte noch nicht sehen wie er sie küsste. Es war und ist auch heute noch zu viel.

Normalerweise hätte ich ihm geschrieben, als sich unsere Wege dann trennten. Doch er ist nicht allein. Ich schon. Und allein lief ich ein Stück Richtung nach Hause.
Da stand ein mir bekanntes Auto vor mir. Irgendwo in der Nähe war der, der mir jetzt den Verstand raubte. 
Vergessen war der eine, aus den Augen aus dem Sinn.
Ich hätte warten können. Doch ging weiter, aus Angst - wovor auch immer.
Es war dunkel und schlammig. Meine Leggins wärmte nicht, meine Absatzschuhe schmerzten an den Füßen. Nur die Kunstfelljacke war perfekt in diesem Moment.
Irgendwann kam ich auf einen anderen Weg und lief diesen bis an sein Ende. Sah zurück. Hatte Wut.  Die Straßenlampen passten nicht. Also ging ich zurück, versuchte sie auszutreten. Es ging nicht, ich weinte. Kam mir schrecklich dumm vor. 

Das einzige Geräusch waren die Regentropfen, die von den Blättern auf den Boden fielen. Ein Geräusch der Einsamkeit.  Wie gut ich es mittlerweile kenne. Wieder Bilder.

Ich bin verwirrt. Verzweifelt. Weiß nicht, in welche Richtung ich gehen soll. 
Ich weine wieder und wie die Tränen laufen, frage ich mich, ob es sich lohnt zu kämpfen.
Diese Frage, die ich mir immer noch nicht beantworten kann.

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