Meine Worte fehlen an Stellen, an denen ich sie gerne wieder finden würde. Ich habe früher so gerne geschrieben und viel, habe aber all meine Entwürfe, Geschichten und Gedichte gelöscht, weil ich glaubte, sie würden niemandem gefallen und weil sie mir ein wenig peinlich waren, weil ich meine ganzen Gefühle dort hinein schrieb. Ich habe so lange nichts mehr geschrieben, vorige Woche fing ich wieder an, weil es mir nicht gut ging...denn ich mache mir Sorgen um so Vieles.
Über Menschen, die ich in kurzer Zeit in mein Herz geschlossen habe und deren Herzen derzeit leiden.
Über Menschen, die sich verändert haben und mit denen der Kontakt abgestorben ist, weil uns einfach nichts mehr miteinander verbindet - das sind leider doch sehr viele Menschen.
Über meine Zukunft...denn die sieht immer noch sehr dunkel aus. Ich weiß nicht wohin mit mir, weiß nicht, ob ich mir das noch einmal zutrauen kann alles auf eine Karte zu setzen.
Ich war anfangs meines FöJ schon fast sicher, dass alles wieder gut wird und dass ich gar nicht mehr so krank bin...aber da habe ich nicht bedacht, dass ein Jahr so schnell umgeht. Ich habe noch vier Monate. Und für danach keinen konkreten Plan.
Das lässt mir keine Ruhe, auch nachts nicht. Und wieder verfalle ich in alte Muster, die ich ablegen wollte und denke mir jedes Mal wieder das Gleiche...
"Das bist du nun einmal, Antonia. Das sieht man dir auf deiner Haut an und das sieht man in deinem Charakter überall wieder. Deine Psyche ist ein Wrack und du kannst dagegen nichts tun, weil du fremde Hilfe hasst, weil du nicht zu Ärzten gehst, weil du dich wenigen anvertraust und in deiner eigenen Höhle lebst. Du traust dir nichts zu und probierst deshalb nichts, weil es sowieso nicht klappen würde. Du bist verdammt schwach, obwohl dir viele sagen, du hättest einen starken Charakter....aber hast du den überhaupt? Du kannst deine Meinung verteidigen, setzt dich für andere ein, beschützt sie und bist wahnsinnig verständnisvoll, das magst du an dir.
Aber dich selbst schützt du nicht. Das ist dumm. Du bist dumm."
Wann gab es in meinem Leben diesen Punkt, an dem sich meine Psyche gegen mich stellte?
Mir fehlen nun schon wieder die Worte. Weiß nicht, wann mir diese genau ausgingen, aber ich finde es schade...früher konnte ich mich besser ausdrücken. Mit Bildern, die ich gemalt habe, mit Texten...und heute? Male ich nicht mehr und schreibe so gut wie nie und wenn, dann Geschichten, die ich nie jemandem zeigen würde.
Vier Monate noch bin ich beinahe jeden Tag beschäftigt, habe die Tiere auf dem Hof um mich herum, die mich jeden Tag glücklich machen.
Aber ich weiß nicht, was danach passiert. Wenn ich hier nicht mehr sein kann und wieder irgendwo ganz von vorne anfangen muss
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