Heute vor zwei Jahren hat dieser Anti-Hipster - wie er sich selbst nennt und doch der größte "Hipster" den ich kenne- mir diese Worte ins Ohr gehaucht, mich belogen und alles nur mit dem Ziel mich ins Bett zu kriegen.
Dieses "Ich liebe dich", welches sich nicht besonders anhörte, weil ich wusste, dass es nicht wahr sein kann. Nicht nach so kurzer Bekanntschaft.
Er war der Erste, der mir dies sagte. Der Erste, der es gelogen hat und vielleicht der Grund dafür, dass ich es niemandem mehr glauben kann.
Morgen vor zwei Jahren hat es geregnet, ich lag im Schlamm, habe in das Feuer gestarrt und war dennoch zu schwach, um aufzustehen und mich vom Feuer verschlucken zu lassen.
Mich hat man kaum gesehen in der Nacht, die schwach beleuchtete Silhouette ignorierte jeder.
Heute vor zwei Jahren war ein schöner Tag. Weil mir erst hinterher wirklich klar wurde, was geschehen ist.
Dass es eben nicht normal ist, dass ein damals 21-jähriger nach nicht einmal zwei Wochen von Liebe spricht aber dann eine damals 15-jährige beinahe im Kino auszieht und ihr keine Luft mehr zum Atmen lässt, sich so an sie drängt, dass sie keine Freiheit mehr fühlt.
Ich war blind. Blind vor Traurigkeit und dachte, er würde mir gut tun.
Doch ich weiß nun, dass er der Auslöser für einige falsche Dinge war. Dass ich jede Narbe, jede verdammte, hässliche Narbe wegen ihm habe und ich mich deswegen so für meinen Körper schäme.
Er hat mich verletzt, als ich am schwächsten war und alle darauf folgenden haben es ihm unabhängig gleich getan.
Jede weitere Narbe, jeder noch so kleine Schnitt, der wegen anderen geschah - alles basiert auf diesen einen Tag vor zwei Jahren. Der ja erst schön war, doch im Endeffekt der Anfang einer endlosen Kette, in der ich das Objekt bin. In der ich nichts wert bin.
Oft dachte ich, es hätte ein Ende. Dem war nie so. Es schien so. Die Dauer verlängerte sich nur, der Schmerz wurde umso heftiger, die Narben wurden tiefer.
Ich möchte jetzt stark sein. Werde versuchen, meinen Körper nicht mehr für das zu strafen, was ich ihm selbst angetan habe.
So, wie es jetzt ist - mit dem Umfeld, mit der Einstellung, geht es. Gut sogar. Mir geht es ganz gut, auch wenn es Phasen gibt, in denen ich mich eher verkriechen möchte.
Und ich glaube, die Menschen, die ich Anfang des Jahres kennen gelernt habe, die helfen mir dabei wirklich sehr.
Danke euch Verrückten.
Danke an die, die immer da waren und die, die jetzt da sind.
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