Mittwoch, 23. Juli 2014

Wenn aus Herzen Tränen werden.

Ich möchte so etwas wie sie haben. Und nicht so etwas, wie ich habe, so eine selbstverständliche Sache, die ich nicht mehr schätzen kann, weil sie in eine Richtung geht, die mir nicht gefällt.
So ein permanenter Gedanke, grenzenlose Faszination und meilenweite Begeisterung, pure Lebensfreude, Motivation und vor allem dieses Ziel vor Augen. Das fehlt mir. Was soll denn auch mein Ziel sein? 
Irgendwann wieder, wie am Anfang, die Schmetterlinge töten, weil sie so kitzeln im Bauch? Irgendwann wieder Zukunftspläne schmieden? Gedankenverloren Namen auf Papier kritzeln?
So ist das schon lange nicht mehr und wenn ich jetzt zurück denke, hatten wir einen beschissenen Anfang. Zu viel Wert auf falsche Sachen gelegt, zu schnell alles riskiert und zu wenig nachgedacht. Vor allem das. 
Könnte ich mich doch nur noch einmal entscheiden, ich würde einen anderen Weg einschlagen - nicht, weil es keine schönen Zeiten gab, sondern weil es keine Zukunft gibt. 
Und jetzt stehe ich wieder an dem Punkt, an dem ich nicht mehr weiter machen möchte,ich möchte frei sein und vergebens um Sachen kämpfen, die ich nie bekommen kann, weil genau das mein Ding ist, weil ich genau das immer getan habe. 
Ich habe mein Ziel nie erreicht. Siebzehn Jahre lang. Aber dann kamst du und ich musste nicht mehr kämpfen. Ich muss auch heute nicht kämpfen, weil du mir keinen Grund gibst, weil ich weiß, dass du bei mir bleibst. Und dieses Gefühl ist nichts für jemanden wie mich. 
Ich bin weder eifersüchtig, auf irgendwelche Mädchen, die du öfter sehen kannst, noch habe ich das Bedürfnis, zu wissen, worüber du mit anderen schreibst, ob du vielleicht etwas über mich sagst, egal ob gut oder schlecht. 
Vielleicht kann ich dir einfach zu sehr vertrauen. Und das macht das Ganze uninteressant und nicht mehr begehrenswert. Und mich macht das Ganze unglücklich, nur ist das Problem, dass dich zu verletzen nichts besser machen würde. Ich würde dich verletzen, wenn ich dich verließe, auch wenn du schon lange weißt, dass unser WIR nicht ewig hält.

Um mich herum sind so viele beschissene Gefühle von Freunden und Bekannten, von Fremden und die brennen sich in mich, wie Gift. Jedes Mal, wenn ich so etwas lese oder höre, wie glücklich andere sind, werde ich traurig, wütend, eifersüchtig und hasserfüllt zu gleich und ich habe mich selten so gefühlstot gefühlt, wie jetzt, auch wenn die, die immer ganz kleinkarierte Hemden tragen jetzt sagen, dass "gefühlstot" ja gar nicht gefühlt werden kann, weil sie eben tot sind.

Ich weiß einfach nicht, was besser für mich wäre - mich bei dir in Sicherheit wissen oder wieder frei zu sein, wieder für etwas kämpfen zu können, was ich nie erreichern werde. Was mich außerdem beschäftigt, ist, wie es danach um uns steht. Ob du mich hasst, ob wir Freunde bleiben können, ob ich mir wieder neue Freunde suchen muss und ob ich mir dadurch selbst alles weg nehme. Das wäre doch eigentlich nur zu erwarten...
So oft sage ich mir, dass es an der Zeit ist, egoistisch zu werden, aber ich kann so etwas nicht. Lieber leide ich still und heimlich, als jemand anderem Leid anzutun...und dir schon gar nicht. So viel hast du für mich getan, auch wenn die letzte Zeit noch sehr viel anstrengender geworden ist.
So viel...und eigentlich verdiene ich das längst nicht mehr, weil ich dich einfach nicht mehr so schätze wie früher, weil du für mich eine Selbstverständlichkeit geworden bist und das kann ich nicht ändern. Ich wüsste zumindest nicht wie. 

Außerdem weiß ich nicht, ob das an dir liegt, an deiner Person, oder ob ich nicht der Typ für eine Beziehung bin. Vielleicht wird es auch mit dem nächsten nicht klappen, wenn ich jemals wieder jemanden finde. 
Meine Gefühlswelt ist so dunkel...ich fühle mich gar nicht mehr, wie ich selbst...und vor allem fühle ich mich viel schwächer.

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