Montag, 30. Juni 2014

Ich.

Ich bin wie das fünfte Rad am Wagen, das eine welches nicht ganz rund ist. Vielleicht zu viel gefahren, zu viele unnötige Kilometer falscher Weg und jetzt kaputt vom rastlosen Leben.

Ich bin wie eine unnötige Erfindung, keiner braucht sie, doch manche sind vielleicht neugierig und glauben noch daran, dass in ihr irgendein Talent steckt und erbarmen sich vielleicht sogar und lassen sie ein Teil ihres Lebens sein - doch viele merken bald, dass sie die Erfindung dann doch nicht brauchen.

Ich bin wie Unkraut, eigentlich will man es nicht bei sich haben, aber irgendwie ist es ja doch ganz schön und strahlt Lebensfreude aus - wenn man es pflegt und wachsen lässt. Es ist so farbenfroh und fröhlich, die gelbe Kuhblume, das blaue Lungenkraut, das leuchtend weiße Gänseblümchen. Doch irgendwie auch nichts Besonderes,etwas, was man kennt und nicht sonderlich beachten muss.

Ich bin wie der eine Weg, der eben nicht nach Rom führt sondern in irgendeine Seitengasse, die einen wieder an den Anfang des Weges bringt und einem somit nur Zeit stiehlt, während man sich auf das Ziel zubewegen will.

Was bin ich schon in einer Welt, in der ich mich nicht Willkommen fühle?
In der mir alles genommen wird und nichts für mich allein bleibt, außer meine Gedanken, die ich niemandem verrate?
Was ich bin? Und was will ich sein?



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen