Montag, 7. Oktober 2013

Aus der Seele geschrieben - Gedankenfragmente.

1. Wie er, nur anders.
Das war dieser eine Blick eines Fremden, der in mir Erinnerungen aufriss, die dem Frühling angehörten, als diese neue Liebe aufkeimte und die ersten, zarten Sprossen ausgerissen wurden. Bilder, die mich an den Norden erinnerten, an Filme schauen und an Erfahrungen, die ich nicht mehr missen möchte.
Sekunde 1. Sehnsucht, nach den langen Reisen und nach der Ferne.
Sekunde 2. Realisieren, wer da vor einem steht und wie viele Gründe man hat, jetzt weinend zu gehen.
Sekunde 3. Realisieren, dass das gar nicht die Person ist. Sondern eine Art Abbild, fast vollkommen gleich aber längst nicht das selbe.
Sekunde 4. Mission "Fremdenanalyse" beginnen.
Der Fremde hat die gleiche Frisur wie er sie hat, wenn er seine Haare nicht gelt und sogar die gleiche Haarfarbe. Er hat einen recht ähnlichen Bart, nur länger. Die Augen sehen so ähnlich aus, hellblau, ein wenig grau vielleicht und doch irgendwie so klar, dass man ewig hinein schauen möchte. Die Statur ist ähnlich, der Fremde ist vielleicht ein wenig kleiner und hat  breitere Hände, aber doch, sind sie sich äußerlich zum Verwechseln ähnlich.
Wie der Fremde sprach, kam mir so bekannt vor. Wie er mich anlächelte und wie er mich am Ende des Konzerts ansprach, fühlte sich nicht so fremdartig an.
Es ist, als wären sie in meinen Augen gleich, minimale Unterschiede, die man doch so leicht übersehen kann.
Wie sie schreiben, was sie schreiben, wie sie argumentieren, die Wörter, die sie benutzen.
Zufall oder Streich des Schicksals, dass jetzt wieder diese Erinnerungen an der Oberfläche kratzen?



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