Es fühlt sich gut an, wenn du dicht an mir liegst,deinen Arm um mich legst und deine Finger mit meinen verschränkst. Wir liegen nackt beieinander und es ist uns egal,dass wir keine Traumkörper haben. Es ist warm im Raum. Ich mag es deinen Geruch neben mir zu haben. Und wie du anfängst zu reden, so lange zu reden, ohne, dass ich groß etwas sage. Ich schaue dich einfach nur an, in deine wunderschönen blau-grauen Augen, die vom Sonnenlicht leuchten.
Sonnenlicht? Es ist früh am Morgen, die Uhr zeigt 5:35 Uhr. Wir können nicht einschlafen und ich habe keine Ahnung, wann meine Eltern wieder kommen - in deinem Zustand brauchst du jede Menge Schlaf. Du hättest gar nicht zu mir fahren dürfen - und weißt selbst nicht,wie du das geschafft hast,aber du wolltest mich sehen. Solange du dir dabei nichts tust, ist ja alles okay.
Wir wollten eigentlich zu dir fahren, da wären wir auf jeden Fall sicherer gewesen, aber bei dir schläft ein Kumpel. Frischer Single, der wahrscheinlich die ganze Wohnung auseinander nimmt und du machst dir Sorgen. Und ich mache mir Sorgen, dass meine Eltern bald im Raum stehen werden und uns sehen. Wir wären sowas von am Arsch. Du redest noch ein bisschen. Wie du irgendwann einmal sterben willst und was du an deinem letzten Tag gerne tun würdest. Ich höre dir so gerne zu. Währenddessen streichle ich deine Hand, sie ist so weich. Die Zeit vergeht und wir versuchen zu schlafen - doch es geht nicht, wird sind viel zu angespannt, wegen meiner Eltern. Du richtest dich auf, sagst, dass du lieber zu deinem Kumpel fahren würdest - du machst dir so große Sorgen. Eine gute Idee, wie sich später raus stellt.
Ich drehe mich auf den Bauch, schaue dich an.
"Solange du langsam fährst und dir nichts dabei tust, ist das okay."
Du steigst über mich, küsst mir die nackte Schulter und ziehst dir deine Sachen an. Es fühlt sich an wie das, was ich wollte -wie eine Beziehung ohne Einengung und Zwänge, also eine Affäre. Zur Zeit tut mir das so gut. Es ist kurz nach 6 Uhr morgens, als du vor mir stehst, mich zärtlich küsst und dich auf den Weg nach Hause machst.
An Schlaf war nicht zu denken. Ich musste aufräumen. Und danach wollte ich spazieren. Als ich halb 7 aus dem Haus ging, kam mir mein Opa entgegen. Er hätte dein Auto gesehen. Zum Glück warst du nicht mehr da.
Eine Stunde später kam mein Schwager vorbei - er hätte dein Auto gesehen. Zum Glück warst du nicht mehr da.
Und meine Eltern kamen zeitiger nach Hause, als gedacht. Sie hätten dein Auto gesehen.
Zum Glück warst du nicht mehr da.
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