Du tust dir wieder nur weh, merkst du es nicht? Ich wollte dir einmal eine Pause gönnen, wenigstens ein viertel Jahr. Das lief doch gerade halbwegs gut. Aber du kannst nicht ruhen, oder? Du willst immer das machen, wofür Herzen nun einmal da sind, richtig? Du gibst dein bestes, was all die überlebenswichtigen Dinge angeht. Wie Blut pumpen zum Beispiel.
All die anderen Dinge, die sich in unserem Kopf abspielen, für die du verantwortlich gemacht wirst - wie verliebt sein - hast du jetz so lange durch gemacht. Ich wollte dir eine Pause gönnen, vom Lieben.
Aber du bist ein Workaholic.
Wieso ausruhen und sich einmal um sich selbst kümmern, wenn es da doch wieder Hoffnung geben könnte?
Wieso mir eine Pause gönnen, wenn du dafür sorgen kannst, dass ich mich wieder verrückt mache?
Wir sollten zusammen arbeiten, Herz. Nicht gegeneinander.
Entscheide dich doch wenigstens einmal, ob du nun willst oder nicht. Und sag nicht ständig "Ja" und im nächsten Moment "Doch nicht".
Willst du ihn jetzt lieben? Dann mach mich nicht so unsicher, wenn ich ihn ansehe. Sag mir doch einmal in deinem optimistischen Ton, dass ich endlich eine Chance habe, vielleicht wird das dann auch was. Aber nee. Das ist ja so gar nicht deine Art, ich kenn dich ja jetzt mittlerweile seit über 16 Jahren.
Du bist nicht wählerisch. Und, wie gesagt, du bist ein Workaholic. Schaffst es nicht einmal zwei Monate, ohne dieses Gefühl von Verknallt sein zu verstreuen. Und immer willst du Mitleid, wenn du dich doch wieder geirrt hast. Was du aber auch selten einsiehst und selbst wenn, es dauert Ewigkeiten, eh du einmal richtig aufgibst.
Wirst du nicht auch noch weich, wenn der Mann vor mir steht, an den du dich so viele Monate hoffnungslos geklammert hast?
Wenigstens damit könntest du einmal aufhören.
Und wehe, das wird jetzt wieder so. Mit deinem neuen Opfer.
Wann lernst du, mit meinem Kopf zu arbeiten? Der sagt dir ständig, dass das keine Zukunft hat. Legt dir Zweifel und Bedenken, alle berechtigt, vor die Türe. Und auch andere, die dich noch weniger nachvollziehen können, verdrehen nur die Augen, wenn ich erzähle, was du wieder anstellst.
Aber du bist taub und blind. Du hörst nichts. Du siehst nichts. Aber du sagst mir, was ich zu tun habe. Und ich höre auch noch auf dich, als wärst du das kleine bockige Kind, welches sich durchsetzen will.
Herzen werden wohl nie erwachsen.
Herzen bleiben wie Kinder, die aus Fehlern nicht lernen wollen und ihren eigenen Weg gehen wollen.
Scheißegal, was andere sagen.
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